Der Weinberg

Der Weinberg liegt auf einer respektablen Höhe von 500 m über dem Meerespiegel, also in einer Altitüde, die unbeschadet von Emissionen der Industrie und des Verkehrs ist.

Das mit der Höhe verbundene gemäßigte, sonnenreiche und angenehm warme Klima bietet optimale Voraussetzungen für den Rebbau. Dies gilt gleichermaßen für die Zucht von Früchten. Nicht umsonst gelten die Pfirsiche aus Bivona als die aromatischsten ganz Italiens.

Auf dem lehmkalkigen Grund des in der Südlage befindlichen Weinanbaugebietes
gedeihen die unterschiedlichen Rebsorten Nero d´Avola, Cabernet Sauvignon, Merlot und Grillo.

Die erforderliche Luftfeuchtigkeit erhält der Weinberg durch den für die Landbewässerung angelegten Stausee, wobei die aufsteigenden Morgennebel die Reben mit Tau benetzen. Auch die vom Meer kommenden Winde versorgen die Vegetation mit weiterer Feuchtigkeit. Am Fuße der sich hinter dem Weinberg auftürmenden Bergkette regnen die Wolken so regelmässig ab, dass auch dann noch das Grün in Bivona vorherrscht, wenn anderenorts die Landschaft von der Hitze verbrannt ist.

Das für die landwirtschaftliche Großnutzung ungeeignete Gelände ist unbeschadet von negativen Einflüssen einer Überdüngung oder durch den Einsatz von Fungiziden und Pestiziden. Diese natürliche Landbewirtschaftung hat positiven Auswirkungen auf die reiche und vielfältige Vegetation. So gedeihen hier wilder Spargel, wilder Fenchel und eine Vielzahl an Gewürzen und Kräutern. Dieser traditionelle Umgang mit der Erde kommt selbstverständlich auch dem Weinanbau zu Gute.

Gedüngt wird in unserem Weinberg ausschliesslich mit natürlichem Dünger. Auf diese Art der Bodenbearbeitung ist zurückzuführen, dass sich im letzten Frühjahr der Weinberg in ein blühendes Mohnfeld verwandelte, hervorgerufen durch die Samen, die sich im Düngegut befanden.

Durch die gezielte Nutzung wird der Ertrag des Weinberges bewusst auf 25'000 bis 30'000 Flaschen pro Jahr begrenzt. Eine Erhöhung des Ausstosses auf Grund zunehmender Nachfrage wird durch die Erschliessung vorhandener Landreserven realisiert und nicht, was der Qualität des Weines abträglich wäre, durch einen höheren Nutzungsgrad. Qualität muss und wird den Vorrang vor Quantität haben – entsprechend unseren Grundsätzen „Qualität“ und „Ehrlichkeit“.

Auf Maßnahmen wie künstliche Bewässerung, Frostschutz und dergleichen verzichten wir, um der Rebe ihr natürliches Wachstumspotential zu erhalten. Sollte sich durch ungünstige Witterungseinflüsse der Ertrag verringern, werden wir dies hinnehmen.


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